Archintra


Archintra-Technologie

 
Archintra als Methodik bietet ein Konzept zur Integration notwendiger Kommunikationswerkzeuge in den Gesamtbauprozess. Die vorgestellte Methodik unterstützt eine konzeptionelle Straffung des Bauablaufs. Planer, Handwerker und Zulieferer werden durch den Einsatz der Archintra-Technologie synchronisiert. Fehl-leistungen, die auf Koordinationspannen zurückzuführen sind, sollen weitestgehend eingedämmt werden. Es wird die These aufgestellt, dass durch deren Einsatz eine Erhöhung der Qualität, eine Reduzierung der Kosten und eine Herabsetzung der Projektdurchlaufzeit erreicht werden kann. Archintra will ein kontinuierliches Ver-bessern der Situation während des Bauprozesses ermöglichen. Durch zeitnahe Leistungsfeststellung sollen Fehler vermieden oder zeitnah behoben werden können. Archintra ordnet den Erstellungsprozess unter Berücksichtigung gemachter Er-fahrungen und intendiert zugleich, Pläne für zukünftige Handlungen zu erstellen. Das mehrmalige Durchlaufen der Archintra-Phasen bietet ein hohes Maß an Prozessnähe. Durch Standardisierung sich wiederholender Prozesse sollen zu-künftige Leistungen optimiert werden. Das Wissen aller Beteiligten fließt dabei in den Prozess mit ein. Der Begriff Archintra wurde vom Verfasser entwickelt. Archintra als Wort ist ein Akronym, wobei jeder Buchstabe eine Handlungsanweisung repräsentiert. Die vor-geschlagene Methodik dient der Ressourcenschonung der eingesetzten Materialien und des Personals. Qualitätskontrollen werden direkt in den Herstellungsprozess integriert, sodass am Ende der Bauzeit ein möglichst fehlerfreies Gewerk entsteht. Im Laufe der Anwendung werden Verantwortungen auf Mitarbeiter übertragen und somit schlankere Hierarchien geschaffen. Archintra versucht anhand von Werk-zeugen und Prozessmustern, wie sie in der stationären fertigenden Industrie seit vielen Jahren zum Einsatz kommen, Arbeit auf Baustellen effektiver und sicherer zu organisieren. Den besonderen Umständen, wie sie auf Baustellen vorzufinden sind, muss dabei Rechnung getragen werden. Das rechtliche Umfeld, welches bei einer geänderten Struktur berücksichtigt werden muss, soll in der Arbeit untersucht werden.

Im nächsten Kapitel soll untersucht werden, welche Kommunikationstechnologien vorhanden sind und wie diese in Bauprozessen eingesetzt werden können. Parallelen aus anderen Industrien sollen die Kommunikationsstandards dort be-schreiben. Die speziellen Anforderungen an Bauprozesse werden erläutert.