Puffer


Puffer

 
Bei der Terminplanung werden in der Bauindustrie Pufferzeiten miteinbezogen, um unerwartete Schwankungen im Produktionsfluss ausgleichen zu können. Diese Pufferzeiten werden meist an die zu erbringende Leistung hinten angesetzt. In der LC haben Pufferzeiten dagegen eine völlig andere Bedeutung. Durch den teilweise unsteten Arbeitsfluss in der Baubranche ergeben sich zwangsläufig Lücken und Unter-brechungen. Das System des LC versucht alle Schwankungen, die durch Ko-ordinationspannen verursacht werden, in den Griff zu bekommen. Wetter-schwankungen, Verkehrsunfälle oder sonstige unvorhergesehene und nicht beein-flussbare Umwelteinflüsse begegnet auch LC machtlos. Da eine Baustelle sich in einem instabilen Umfeld befindet, ist es sinnvoll, diese Schwankungen von vornherein zu berücksichtigen. Puffer werden in LC nicht am Ende einer Leistung eingeplant, sondern während den anderen Arbeiten. In der Phase der Projektplanung, die mit allen Beteiligten stattfindet, wird jeder Arbeits-schritt in seine kleinste Einheit unterteilt. Der LPS bietet ein erprobtes Controllingsystem. Der Prozess wird am Laufen gehalten und Handwerker können an Ausweichpositionen weiterarbeiten, ohne Zeit und Ressourcen zu verschwenden. Für jedes Gewerk müssen solche Ausweicharbeiten geplant sein. Der Grundgedanke hinter der Implementierung von parallel zum Terminplan laufenden Pufferzeiten ist, den Handwerkern und Zulieferern die Angst zu nehmen, nicht kontinuierlich arbeiten zu können.