Unzulässige Aufklärungsverhandlungen


Unzulässige Aufklärungsverhandlungen

 
Außer über die in Nr. 1 Abs. 1 § 24 VOB Teil A aufgeführten Punkte darf der AG vor Zuschlagserteilung keine Verhandlungen mit den Bietern führen. Im Hinblick auf einen fairen Wettbewerb der Bieter in einem förmlichen Verfahren müssen diese die Sicherheit haben, dass ihre Angebote so gewertet werden, wie sie am Eröffnungs-termin vorlagen. Beispiele aus der Praxis: • Der AG darf nach Eröffnung von Angeboten auf Einheitspreisbasis mit einzel-nen Bietern keine Gespräche führen, die auf die Vereinbarung eines Pauschalpreises abziehen. • Die Anfrage des AG, ob die Angebotspreise auch bei geänderten Liefer-bedingungen gelten würden. • Preisreduzierungen mit Einverständnis des Bieters mit der Folge, dass dieser in der Gesamtwertung der Angebote eine günstigere Position in der Bieter-reihenfolge einnimmt. • Nachreichen geforderter Fabrikatsangaben • Klärung eines Nebenangebotes, weil diese keine Angaben zu den erforder-lichen Mehrmengen enthält. • Einem einzelnen Bieter die Möglichkeit einer nachträglichen Überarbeitung seines Angebotes einzuräumen. • Wenn der AN dem AG eine kostenneutrale Leistungsergänzung zugesteht, die auf eine Verbesserung des Leistungsverzeichnisses hinausläuft. • Um durch Nachreichen geforderter Material-Datenblätter eine Verbesserung von Angebotsbestandteilen zu erreichen.